Simone Fezer

Foto: Ele Runge
Foto: Ele Runge

Simone Fezer  arbeitet hauptsächlich als zeitgenössische Wanderkünstlerin und präsentiert ihre Projekte und großformatigen Installationen national und international in Gruppen und Einzelausstellungen.

In prekären Konstruktionen aus Glas, Stahl, Textil und Holz thematisiert Simone Fezer eindringlich die Fragilität und gleichzeitige Resilienz menschlicher Strukturen.

Funkelnd und glänzend emporstrebende architektonische Gebilde sind in bühnen-bildartigen Installationen eng mit fleischlich organischen und vegetabilen Elementen verwoben. Aus recycelten Materialien und Fragmenten entwickelt sie teils dystopisch beklemmende, teils träumerisch schwebende Bilder. Die raumgreifenden Inszenierungen voller popkultureller Referenzen sind auch immer im Mensch-sein verwurzelte, leidenschaftliche Plädoyers für das Leben und dessen Ambivalenz.


Eike Eplik

Eike Eplik (*1982) schloss ihr Studium an der Fakultät für Bildhauerei der Kunsthochschule Tartu ab. Während ihres Studiums absolvierte sie Praktika bei Künstlern in Deutschland, Schweden und Finnland. Sie setzte ihr Studium an der Abteilung für Bildhauerei an der estnischen Kunstakademie fort. Eplik arbeitet als Lehrerin an der Tartuer Kinderkunstschule und an der Tartuer Kunsthochschule. Im Jahr 2006 erhielt sie das Eduard-Wiiralt-Stipendium und 2012 das Stipendium für junge Künstlerproduktionen KUKU NUNNU des Festivals für zeitgenössische Kunst ART IST KUKU NU UT. Im Jahr 2015 wurde sie für den Sadolin-Kunstpreis nominiert und 2018 erhielt Eplik das Addo Vabbe-Stipendium.

 

Durch biomorphe Formen hat Eplik im Laufe der Jahre ein spezifisches Vokabular geschaffen, das sie immer wieder ergänzt und in neuen Kontexten neu einsetzt. Sie verwendet Naturmotive zur Konstruktion einer Erzählung, nutzt den Galerieraum vom Boden bis zur Decke, arbeitet mit bildhauerischen Techniken vom klassischen Gipsabdruck über Papier- und Holzassemblagen bis hin zu gefundenen Objekten. Die Prozesse in ihrer Kunst sind teilweise unbewusst und nicht immer vollständig erklärbar. Bei der Vorbereitung von Ausstellungen setzt Eplik auf Improvisation - soweit es das Material zulässt.

Wenn man Epliks Positionierung der Objekte betrachtet und versucht, ihren Austausch zu begreifen, entsteht eine phantasmagorische Erzählung ohne Anfang und Ende.