Segel setzen - unter diesem Motto steht der Entwurf für das Erste Lüneburger Bildhauersymposium. Zusammen mit der estnischen Künstlerin Eike Eplik hat Simone Fezer in den letzten Wochen einen Entwurf für die Gestaltung einer Skulptur auf dem Stadtplatz des Lüneburger Hanseviertels ausgearbeitet.

 

Themengebend für die Ausarbeitung waren die Stichworte Hanse, Salz, Wasser und Handel. Dies drückt sich in den Entwürfen als ein aus dem Boden emporsteigendes Schiff aus.

Die nach jetzigen Planungen ca. 3 m hohe und 4 m lange Skulptur besteht aus den Materialien Glas, Keramik, Stahl und Bronze. Die Wahl der Materialien repräsentiert die unterschiedlichen Arbeitsweisen und bevorzugten Rohstoffe der beiden Künstlerinnen.

 

Die Skulptur symbolisiert mit ihren Segeln aus leuchtenden Glaselementen nicht nur die lange Tradition der Hanse, sondern auch das Segelsetzen in eine unbekannte Zukunft. Dabei ist es den Künstlerinnen wichtig zu betonen, dass der Blick nach vorne immer mit der Verankerung in der Vergangenheit im Zusammenhang steht und das Handeln in jeglicher Art und Weise nachhaltig geprägt sein sollte.

 

So wird das massive und doch elegante Stahlgerüst, das der Form eines Schiffes gleicht, mit Elementen aus robustem Glas und Keramik ergänzt.

Aber nicht nur von weitem soll die Skulptur durch seine glänzenden Glas- und farbenfrohen Keramikflächen beeindrucken, auch im Detail sollen kleine Bronzeelemente den Betrachter zum Entdecken einladen. Strukturgebend für die Keramikflächen ist neben Salzkristallen auch die Rentierflechte. Diese geschützte Pflanzenart wurde bei den Bauarbeiten zum Stadtplatz entdeckt. Die Einbindung der Natur spiegelt sich auch in der Begrünung durch Rankpflanzen an der Skulptur wider.  

 

Der Gedanke der Hanse, der kulturelle Austausch zweier Partnerstädte und die individuellen Handschriften zweier Künstlerinnen, deren spezifische Stile und vor allen Dingen auch Stärken, sich in einer gemeinsamen Arbeit ausdrücken, setzen ein Zeichen für die internationale und kreative Zusammenarbeit zwischen den beiden Städten Lüneburg und Tartu und wird in dieser Form erstmalig in Lüneburg für alle Bewohnerinnen und Bewohner des Hanseviertels visualisiert und greifbar.

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